Steuer auf Sanierungsmaßnahmen? - Fallen beim Rangrücktritt

Bundesfinanzhof
04.04.2012 Vorsicht beim Formulieren von Rangrücktrittsvereinbarungen - sonst droht die gewinnerhöhenden Ausbuchung der Schuld
Wenn ein haftungsbeschränktes Unternehmen, zum Beispiel eine GmbH oder GmbH & Co. KG, überschuldet ist, droht die Insolvenz. Durch eine bis Ende 2013 laufende Sonderregel kann man die Insolvenz vermeiden, wenn die Fortführung des Unternehmens erwiesenermaßen wahrscheinlich ist. Dennoch darf man diesen Insolvenzgrund nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Man kann die Überschuldung beseitigen, wenn Gläubiger, beispielsweise Gesellschafter, für ihre Forderungen den so genannten Rangrücktritt erklären. Damit dieser Rangrücktritt nicht zum steuerlichen Bumerang wird, muss man beim Formulieren bestimmte Regeln beachten.

Der Bundesfinanzhof hat aktuell wieder entschieden, dass zu weit gehende Klauseln dazu führen, dass die Verbindlichkeit beim überschuldeten Unternehmen erfolgswirksam auszubuchen ist. Steht kein steuerlicher Verlustvortrag in gleicher Höhe zur Verfügung, fällt für das gebeutelte Unternehmen noch zusätzlich Steuer an, welche die Krisensituation wieder verschärft.